Kompetenz
Menschenkenntnis
Innovativ
Dr. Sibylle Deutsch - Unternehmens- und Kommunikationsberatung, Öffentlichkeitsarbeit Logo

Newsletter
Newsletter Nr. 1:
10 Königsregeln der Überzeugung

Überblick über die
"10 Königsregeln der Überzeugung"
1. Königsregel: Was? Grenzen Sie so genau wie möglich ein
2. Königsregel: Meine Botschaft
3. Königsregel: Recherchieren, Sammeln und Analyse
4. Königsregel: Wie? Entscheiden für Redeform, Manuskriptform und Medieneinsatz
5. Königsregel: Strategie der Argumente und Aufbau des Vortrags
6. Königsregel: Visitenkarte des Redners: Sprache, Melodie und Rhythmus
7. Königsregel: Der Körper spricht
8. Königsregel: Der Erfolg folgt
9. Königsregel: Mehr Persönlichkeit
10. Königsregel: Eine Schreibe sei keine Rede
Druckversion10 Königsregeln der Überzeugung

7. Königsregel: Der Körper spricht

Zur Körpersprache (Kinesik) gehören Mimik (Lächeln, Blick), Gestik (Hände, Haltung der Arme), Kopf- und Körperhaltung und Stellung der Beine und Füße (Regel: Füße in Schulterbreite, Gewicht auf beiden Beinen, nicht in Schrittstellung stehen). Blick und Lächeln gehören zu den wichtigsten "Türöffnern".

Blickkontakt

  • stellt die emotionale Brücke zum Publikum her
  • demonstriert persönliche Sicherheit
  • hilft, die Aufmerksamkeit zu verstärken
  • brauchen Sie, um die Reaktionen der Zuhörer zu beobachten
Vermeiden Sie zu viele "Wanderungen", Schlurfen der Schuhe, (affektiertes) Zurückstreichen der Haare bei Frauen, verhinderte Gestik aus dem Handgelenk / Unterarm (die Geste soll frei und großzügig aus der Schulter kommen); Kugelschreiber / Stifte in der Hand verführen zum Spielen und "knipsen". Unterlassen Sie das Reden mit erhobenem Zeigefinger, der Faust oder auch mit gekreuzten Armen.

Körperhaltung: Sie sind es, die / der spricht, keine Puppe, kein Aufziehmännchen. Machen Sie sich Ihre Körperhaltung bewusst (schiefe Kopfhaltung? Füße versetzt? Rumpf wie ein Fragezeichen?) und üben Sie, sicher und souverän auf beiden Füßen zu stehen, das Gewicht des Körpers geht in den Boden. Dann haben Sie die Energie frei für die Gedanken.

Überzeugung: Was für die Sprache gilt, gilt auch für die Körpersprache: Überzeugung kommt aus der inneren Überzeugung, nicht von außen, nicht durch Technik. Einem echtem Lächeln muss die innere Überzeugung und Haltung von Freude entsprechen: ich freue mich auf die Rede / das Publikum - dann ist auch das Lächeln auf Ihrem Gesicht ehrlich, es tritt in die Augen, erzeugt kleine Falten um Mund und Augen und legt sich über das ganze Gesicht.

Wenn Sie reden wollen, wenn Sie was zu Sagen haben, dann konzentrieren Sie sich auf die Präsenz, die Spannung, die Jetzt-rede-ich-Haltung im Körper. Der Körper spricht immer mit, ob Sie wollen oder nicht. Eine positive Haltung zur Körpersprache wirkt offen, natürlich und glaubwürdig; eine verkrampfte Haltung wirkt unangenehm, weniger glaubwürdig, ablehnend.

TIPP: Was tun mit den Händen, vor allem, wenn kein Rednerpult in Sicht ist? Natürliche Grundhaltung / -position wählen, also Hände in Hüfthöhe. Stichwort-Konzept (Din-A-5 Karten quer, einseitig! beschriftet, groß beschrieben und unter Stress lesbar) in der (linken) Hand, andere Hand frei für Gestik. Blickkontakt und Lächeln werden als Signale der Offenheit und Natürlichkeit = Glaubwürdigkeit gewertet! Aber nur dann, wenn sie wirklich offen und ehrlich-überzeugt die Zuhörer interessiert anschauen und freundlich anlächeln. Alles andere ist Verkrampfung und kommt wie ein Bumerang zurück!

7.1 Distanzzonen

Die Distanzzonen sind kulturell, gesellschaftlich und geschlechtsspezifisch bedingt und ob jemand eher introvertiert oder extrovertiert ist. Feste Normen gibt es nicht, aber Richtwerte. Man unterscheidet 4 Bereiche: Intimdistanz, persönliche Distanz, Ansprache- und Wirtschaftliche Distanz.

In Deutschland gelten folgende Regeln:

DistanzEngWeit
IntimdistanzBerührung20 - 60 cm
Persönliche Distanz60 - 90 cm90 - 150 cm
Gesellschaftliche / Wirtschaftl. Distanz1,50 m - 2,50 m2,50 m - 4,00 m
Verhandlungs- / Ansprachedistanz4,00 m - 8,00 mÜber 8 m

TIPP: Introvertierte Menschen brauchen deutlich mehr Distanz als Extrovertierte. Unter Stress (Angst, Kritikgespräch etc.) brauchen Menschen mehr Distanz. Frauen untereinander berühren sich deutlich häufiger als Männer untereinander.

7.2 Status

"Hoch-Status ist angenehm"

Auch in der Körpersprache des Vortragenden lesen wir Statusverhalten ab und reagieren unbewusst darauf. Der Hoch- bzw. Tiefstatus ist unabhängig von der sozialen oder hierarchischen Statusrolle. Ein Vorgesetzter kann also einen Hochstatus innehaben, aber drei Minuten später vor 500 Leuten drückt seine Körperhaltung Tiefstatus aus und signalisiert: ich fühle mich nicht wohl. Um den Unterschied deutlich zu machen sind in der Tabelle leicht überzeichnete Merkmale des Tief- und Hochstatus dargestellt.

 HochstatusTiefstatus
KopfhaltungRuhig und erhabenUnruhig, eher gesenkt
BlickBlickkontakt suchend und haltendInstabiler Blickkontakt: Wegschauen, kurz hinsehen, wieder wegschauen
HaltungAufrecht und klarSchultern hängen
FüßeGerade, eher nach außenNach innen zeigend
Bewegung im RaumSchreitend, Raum einnehmend"eher an der Wand", wenig Raum einnehmend
HändeRuhige Armbewegungen / Arme am Körper beim GehenHäufiges Berühren des Gesichtes mit den Händen

TIPP: Wenn Sie eine Person nicht kennen, so nähern Sie sich nur auf Armeslänge (1,50m). Üben Sie, das ganze Gewicht in die Füße zu legen - Sie bekommen einen sichereren Stand!

Üben Sie: bevor Sie lächeln und Blickkontakt suchen: stellen Sie innerlich den Zustand her, der das bewirkt, also zum Beispiel Freude und Neugierde. Sicheres Auftreten spiegelt sich für die Zuschauer im Hoch-Status der Körpersprache: gehen Sie aufrecht, schauen Sie Ihr Publikum an, nehmen Sie sich Zeit, um es wahrzunehmen!


Home
Seminarangebote
Projekte
Newsletter
Referenzen
Die Firma



Kontakt / E-Mail
Impressum


| Home | Seminarangebote | Projekte | Newsletter | Referenzen | Die Firma |