10 Königsregeln der Überzeugung
8. Königsregel: Der Erfolg folgt
Memorieren und imaginieren
Eine positive Einstellung zur Situation und zu sich selbst und sehr gute sachliche / inhaltliche Vorbereitung geben die notwendige Sicherheit - und machen ungefähr die Hälfte des Erfolges aus. Rufen Sie sich Situationen ins Gedächtnis zurück, die Sie gut gemeistert haben. Imaginieren Sie Ihr Wissen, die Argumente, Gewichtungen und Gliederungen und halten Sie im Geiste die Rede - der Erfolg folgt dann schon.
Memoria: Einprägen der Gedanken und Worte; Botschaft als Leitlinie nutzen, kein! Auswendiglernen von Sätzen, sondern nur Ankerpunkte merken.
Actio: Proben und Durchspielen der Rede vor Freunden; Stimme, Körperhaltung, Gestik bewusst setzen.
Imaginieren: Imaginieren Sie den Erfolg der Rede und gehen Sie die Erfolgsmomente gedanklich detailliert durch; sehen (und bewegen) Sie sich dabei im Hochstatus.
Was tun gegen Lampenfieber und Redehemmungen?
- Lampenfieber ist der wichtigste Helfer, um alle Fähigkeiten zu mobilisieren. Ein gewisses Maß an Lampenfieber ist also notwendig. DER ERFOLG BEGINNT IM KOPF! Positives Lampenfieber haben selbst große Schauspieler Abend für Abend auf der Bühne!
- Für machen Menschen kann es hilfreich sein, "durch die großen Ängste hindurch zu gehen". Realitäten bilden sich im Gehirn, aber auch Veränderungen beginnen im Kopf. Gibt man den Ängsten einen Namen, so schrumpfen sie auf ein Normalmaß. In der Imagination stellt man sich den worst case vor - und durchläuft Schritt für Schritt, was man anders machen würde.
- Die Angst vor dem Lampenfieber ist das eigentliche Problem: Die Angst führt dazu, dass man sich alle Misserfolge der Welt vorstellt, also die Angst vor dem Versagen, Steckenbleiben, "einbrechen", vor kritischen Fragen. Und die Angst, den eigenen Erwartungen nicht gerecht zu werden. Da das Gehirn Ihren gedanklichen Vorstellungen folgt, folgt auch die Stimme und wird belegt und dünn, die Atmung wird flach, die Beine können den Körper kaum tragen und der Stand wirkt wenig überzeugend.
Mit anderen Worten: wenn Sie sich Misserfolge vorstellen, so stellen sich Stimme, Mimik, Blick, Körper darauf ein. Für das Gehirn ist die Vorstellung genau so real wie die wirklich gehaltene Rede. Da das so ist, ist es immens wichtig, sich einen positiven Verlauf der Präsentation vorzustellen und detailliert auszuschmücken!
TIPP: Vermeiden Sie Perfektionismus: Bleiben Sie sich selber treu - Zuhörer verzeihen kleine Pannen und Schwächen durchaus! Handeln besiegt Angst. Ihre Ziele müssen erreichbar für Sie sein. Entspannen Sie vor der Präsentation durch AUSatmen.
8.1 Atmung
WIR SPRECHEN BEIM AUSATMEN!
Wirkungsvollste Übung gegen Lampenfieber ist das AUSATMEN! Das Einatmen geschieht von alleine!

Sprechen = tönernes ausatmen
Pausen: Mut zu Pausen am Ende einer Sinneinheit. Die Stimme senkt sich und die Einatmung beginnt (Punkt Pause). Entspannungspausen wirken souverän, sie erscheinen dem Redner i.d.R. doppelt so lang wie dem Zuhörer.
Atemstrom: 1 Satz = 1 Atemstrom. Wenn ein Satz nicht leicht auf einem Atemstrom zu sprechen ist, ist er zu lang. Kurze Sätze helfen der Stimme! Lange Sätze sind schwer zu sprechen, die Stimme will die Luft halten bis zum Ende eines verschachtelten Satzes, dadurch ist der zur Verfügung stehende Luftstrom für jeden Laut geringer mit der Folge, dass die Stimme dünner wird.