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Newsletter 01: 10 Königsregeln der Überzeugung


Überblick 1. bis 10. Regel

1. Regel Thema genau eingrenzen: Die wichtigsten Überlegungen sind in den 6 W-Fragen zusammengefasst. Was (Form), Worum geht's (genaues Thema), Wann (Zeitpunkt), Wo (Ort), Wer (Publikum), Wie (Zielerreichung). Eine genaue und systematische Eingrenzung bis in die Beantwortung der Detailfragen zu Technik oder politischer Einstellung des Publikums spart später bei der Formulierung des Vortrages viel Zeit.

2. Regel Was will ich? Klare Botschaft formulieren. Klarheit im Kopf muss ihren Widerhall in der Klarheit der Worte finden. Fragen wie Was will ich erreichen? Welche Erwartungshaltungen haben die Zuschauer? klären die Sprechintention des Redners.

3. Regel Recherchieren, Sammeln und Analyse stehen im Zentrum der Vorbereitung. Hierzu gehört sowohl die Stoff- und Argumentsammlung, als auch detaillierte Recherchen zu Thema, Publikum, Vor- oder Nachredner und gegnerischen Argumenten. Je umfangreicher hier das Material ist, desto punktgenauer nachher die Landung.

4. Regel Entscheiden für Redeform, Manuskriptform und Medieneinsatz. Jetzt kann die Entscheidung fallen, ob die Ausarbeitung als Vollmanuskript, Stichwortzettel, freie Rede erfolgt. Erst mit der Fülle der Materialsammlung ist es sinnvoll, sich für die richtigen Argumentationsfiguren zu entscheiden und den Einsatz der Technik zu bestimmen. Welches Thema eignet sich für welche Technik?

5. Regel Strategie der Argumente und Aufbau des Vortrags. Es ist klug, Stoffsammlung und inhaltliche Ausformulierung vom strategischen Aufbau der Rede zu trennen. Die strategisch beste Gliederung und Gewichtung der Argumente erfolgt jetzt, ebenso der Aufbau der Rede. Ob Sie als logischen Bauplan für die Präsentation ihrer Rede die Fünfsatz-Technik oder eine andere Struktur wählen, ergibt sich fast zwingend von selbst.

6. Regel Visitenkarte des Redners: Sprache, Melodie und Rhythmus. Ob gesprochene oder geschriebene Sprache: das Wort ist die Visitenkarte des Redners. Eins der wichtigsten rhetorischen Mittel ist die Pause. Mit der Pause erzeugen Sie Spannung und Rhythmus und strukturieren die Rede für Ihre Zuhörer - und für sich: die Pause bewirkt, dass Ihre Stimme sich hebt und senkt.

7. Regel Sprache des Körpers: Bei einem geschrieben Text kann der Leser vor- und zurückblättern und einen Gedanken noch einmal nachlesen - nicht so bei der gesprochenen Rede. Im Zweifel glaubt der Zuhörer mehr der Körpersprache, als den Worten. Gestik und Mimik sind das "verlängerte Sprachrohr" des Redenden.

8. Regel Der Erfolg folgt dann schon: memoria und actio standen in der Antike für das Einprägen der Gedanken und das Proben der Rede. Nicht das Auswendig lernen ist gemeint, sondern die klare Disposition im Kopf, und die drei bis fünf Kernaussagen, die das Publikum auch nach einer Woche noch erinnern soll. So gerüstet, kann Ihnen das negative Lampenfieber, nämlich die Angst vor Versagen und stecken bleiben, nichts anhaben.

9. Regel Mehr Persönlichkeit: Überzeugen statt überreden. Die Glaubwürdigkeit des Redners steht beim Publikum ganz hoch im Kurs. Die Technik der Präsentation ist kein Werkzeug, mit dem Sie lernen, sich zu verstellen. Vielmehr ist es ein Werkzeug, seiner eigenen Persönlichkeit näher zu kommen. Das allerdings erfordert Mut und den Willen, den eigenen Stil herauszuarbeiten und auch reden zu wollen!

10. Regel Schriftliche Fassung des Vortrags: Eine Schreibe ist keine Rede, die schriftliche Fassung erlaubt, ja erfordert durchaus komplexere Satzstrukturen als die kurzen Sätze der Rede. Die schriftliche Form der Rede zeichnet sich aus durch einen guten Sprachstil, korrekte Schreibweise, einheitliches Layout und die bibliographisch richtige Zitierweise; das worldwideweb kann als gültige Quellenangabe herangezogen werden, selbst bei wissenschaftlichen Vorträgen.


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