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Newsletter 01: 10 Königsregeln der Überzeugung


Einleitung

Glaubwürdig sein und bleiben

Medienwirksamkeit, cooles und smartes Auftreten und Eventcharakter erhöhen die Einschaltquoten, so heißt es. Auch öffentliche Personen geraten schnell ins Hintertreffen, wenn sie von den Medien weder "gebucht" werden noch medienwirksam rüberkommen. Führungskräfte in Firmen und Verwaltungen sind immer öfter in der Situation, dass sie Projekte, strategische Entscheidungen, politische Entscheidungen nach außen gegenüber den regionalen Medienvertretern und nach innen, gegenüber ihren Mitarbeitern überzeugend und glaubwürdig vertreten müssen.

Die Medien, die Konzernspitze, die Mitarbeiter verstehen aber ganz Unterschiedliches unter Glaubwürdigkeit, Stärke und Überzeugungskraft. Entsprechend groß ist die Suche nach rhetorischen Techniken. Doch das Angebot scheint undurchdringlich. Gibt es wirklich eklatante Unterschiede in der Rhetorik für Frauen und der Rhetorik für Manager? Mal steht die Schlagfertigkeit im Vordergrund, mal die auf Harmonie ausgerichtete Kommunikation von Frauen, mal die Dialektik rhetorischer Schulen. Mal geht es um "sich verkaufen", mal um "Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft", dann wieder um öffentliches Auftreten und Ereignisrede.

Für die Wirklichkeitsmenschen, die ihren Kunden, ihren Mitarbeiter, ihren Chefs ein Projekt vorstellen wollen und müssen, ist nicht klar, ob sie nun bescheiden, auftrumpfend, mitreißend, bildhaft-emotional oder inhaltlich fundiert auftreten sollen. Steht die Person im Mittelpunkt oder der Inhalt? Die Moden wechseln schneller als die Werbung ihre Plakate austauscht.

Orientierung gibt ein Kriterium: was überzeugt noch am morgen nach der brillanten show? Das Feuerwerk ist zerstoben und die Fakten und Inhalte werden aufgeklaubt. Hier trennt sich Spreu vom Weizen, Schaumschlägerei von Glaubwürdigkeit.

Die Kunst der überzeugenden Rede stammt aus der Antike. Die Griechen erkannten die immense Bedeutung, die eine gute Vorbereitung für die erfolgreiche Präsentation des Wortes hat. Sie unterschieden 5 Phasen:

inventio
Stoffsammlung
dispositioGliederung
elocutiostilistische Formulierung und Feilen an Wort und Satz
memoriaEinprägen der Worte und Gedanken
actioProben der Rede mit Stimme, Pausensetzung, Gestik, Haltung.

Unsere Kenntnis der Rhetorik, wie sie in den Büchern gelehrt wird, basiert auf dem Wissen aus der Antike. Unsere schnelllebige Zeit erfordert konkretes, auf das Wesentliche reduziertes Handwerkszeug und erlaubt uns leider selten, tiefer in die Materie einzutauchen und uns mit der inneren Einstellung und Haltung des Redners zu Thema und Publikum zu beschäftigen.

Vorsicht also beim Erlernen der Techniken: eine gute Rednerin, ein guter Redner wird man nicht, in dem man sich theoretisch die Regeln aneignet. Überzeugung kommt von überzeugt sein. Eine gute Vortragspräsentation überzeugt, wenn ich von meinen Gedanken überzeugt bin! Erst dann kann ich andere überzeugen. Die innere Überzeugung gibt der Stimme die Glaubwürdigkeit, dem Körper die Spannung und Präsenz und den Augen den Glanz. "Der Körper ist der Übersetzter der Seele ins Sichtbare." Christian Morgenstern.

Die "10 Königsregeln der Überzeugung" gehen vom allgemeinen immer mehr ins Detail - und verfahren damit genau so, wie man sich auf einen Vortrag vorbereitet und vorbereiten soll.

Ob Sie zehn Minuten Zeit haben und oder 2 Wochen ist unwichtig, wichtig allein ist, eine klare Struktur im Kopf zu haben, eine Botschaft, drei gewichtige Argumente - und den ehrlichen Wunsch, das auch vortragen und präsentieren zu wollen.

Je mehr Sie Zeit haben, um so intensiver können Sie in die Regeln einsteigen. Je sorgfältiger man zu Beginn arbeitet, desto leichter ist nachher der Aufbau und die Formulierung der Rede, und desto stringenter der Vortrag.

Diese Regeln sind eine Hilfestellung - überzeugen muss jeder selbst und mit seiner eigenen Persönlichkeit und seiner eigenen Glaubwürdigkeit! In dem Wort Präsentation steckt das spätlateinische praesentare "gegenwärtig machen, zeigen, darbieten". Auf die Rede bezogen bedeutet das, der Redner muss ganz da sein (präsent sein), muss seine Gedanken mit Worten und Körpersprache zeigen.


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